Unterstützte Testumgebungen

Die Testausführung basiert auf einer virtuellen Maschine (TPT-VM), die für alle Testumgebungen gleich ist. Für die Integration der TPT-VM in verschiedene Testumgebungen existieren entsprechende Plattformadapter.

Die Testfallmodellierung erfolgt unabhängig von der Testausführung. Durch die Verwendung ein und derselben virtuellen Maschine (TPT-VM) in allen Testumgebungen ist sichergestellt, dass die Testfälle für Model-in-the-Loop (MiL), Software-in-the-Loop (SiL) und Hardware-in-the-Loop (HiL) nicht angepasst werden müssen und sich gleich verhalten.

TPT Tests sind reaktiv und können bei Bedarf auf das Systemverhalten während der Testdurchführung reagieren.
Sie sind bei Bedarf echtzeitfähig.


Model-in-the-Loop

Model-in-the-Loop (MIL)

Integrationen existieren für MATLAB/Simulink, TargetLink und ASCET.

Software-in-the-Loop

Software-in-the-Loop (SIL)

C-Code kann direkt mit TPT getestet werden. AUTOSAR Softwarekomponenten können genauso wie automatisch generierter C-Code aus Simulink, TargetLink oder ASCET-Modellen getestet werden.

Processor-in-the-Loop

Processor-in-the-Loop (PIL)

PiL-Tests auf unterschiedlichen Architekturen werden in TPT über eine enge Kopplung an die Universal Debug Engine (UDE) von PLS oder über Simulink unterstützt.

Hardware-in-the-Loop

Hardware-in-the-Loop (HIL)

Anbindungen von TPT existieren für dSPACE HiL, Simulink Realtime, Concurrent iHawk, NI Veristand und LABCAR HiL.
Die TPT-VM läuft je nach HiL auf einem Steuer-PC mit Anbindung über die ASAM HiL-API oder auf echtzeitfähiger Hardware.

Driver-in-the-Loop

Testdurchführung direkt im Fahrzeug

TPT-Tests können direkt im Fahrzeug ausgeführt werden. Es sind Fahranweisungen an den Fahrer sowie Kommunikation über CAN oder Applikationswerkzeuge wie bspw. INCA oder CANape möglich.

Manuell oder automatisiert Testen

Automatisierte und manuelle Tests

TPT unterstützt manuelles und automatisiertes Testen. Manuelles Testen ist interaktiv über selbst erstellte Dashboards möglich. Automatisierte Testausführung erfolgt direkt aus der Benutzeroberfläche, im Batch-Modus oder mittels Continuous-Integration-Server wie bspw. Jenkins.

Processor-in-the-Loop Testen

Direkter Test von Code auf dem Zielprozessor ist mit TPT ebenfalls möglich. Für das PiL-Testing ist TPT
über eine Schnittstelle mit der Universal Debug Engine (UDE) von PLS integriert.
Für die Testausführung von vollautomatischen Tests übernimmt TPT die Fernsteuerung von UDE.
Alternativ kann auch über Simulink oder Targetlink PiL getestet werden. MATLAB übernimmt dabei die Kommunikation zum PiL.


Unterstützte Prozessorarchitekturen

Test und Debugging von folgenden Architekturen ist mit UDE möglich: AURIX, TriCore, Power Architecture, Cortex, ARM, XE166/XC2000, XScale, SH-2A, C166, XilinX SoCs, Freescale MPC family, und viele weitere Prozessoren, als auch von Multi-Core-Architekturen.

Unterstützter Datenzugriff

  • Zugriff auf Variablen (symbolisch oder adressbasiert)
  • Zugriff auf lokale Variablen in Funktionen
  • Zugriff auf einzelne Bits oder Register
  • Unterstützung von multidimensionalen Arrays, Strukturen und Lookup-Tabellen

Kontrollfluss Unterstützung

  • Synchronisation mit TPT an Breakpoints zum Debugging
  • Test isolierter Funktionen und isolierten Codes
  • Direkter Zugriff auf den Kontrollfluss
  • Aufruf und Nutzung von UDE-Makros

Hardware-in-the-Loop Testen

TPT Tests können in verschiedenen HiL-Umgebungen ausgeführt werden.
Es gibt Lösungen für dSPACE-HiL-Systeme, eine Kopplung an ETAS LABCAR, Concurrent iHawk, Simulink Realtime und NI Veristand. Weitere proprietäre kundenspezifische HiL-Lösungen existieren und sind im Einsatz. Die TPT-VM ist je nach HiL-Architektur auf dem Steuer-PC oder auf der Echtzeitseite des HiL integriert.
Die Kommunikation mit dem HiL erfolgt entweder über die ASAM HiL (XiL) API oder HiL-individuelle Schnittstellen.


Echtzeitfähiger HiL-Test

Echtzeitfähige und reaktive Testausführung von TPT-Tests auf HiL-Systemen ist mit Zykluszeiten von weniger als 100µs möglich.

Echtzeittests sind auf HiLs von dSpace, Concurrent, National Instruments und Mathworks möglich.

PC-gesteuerter HiL-Test

Für LABCAR werden TPT-Testfälle auf dem Windows-Steuer-PC ausgeführt und die Steuersignale mit dem HiL ausgetauscht. Dadurch ist eine einfache Kommunikation mit Applikationswerkzeugen wie INCA oder CANape möglich. Die Dashboard-Nutzung oder die direkte CAN-Ansteuerung von TPT etc. kann parallel zur HiL-Ansteuerung erfolgen.

Virtual HiL mit Synopsys Virtualizer

Der Synopsys Virtualiser emuliert HiL oder PiL Systeme. TPT-Tests können auf virtueller Hardware des Synopsys Virtualizers ausgeführt werden.

  • TPT im Zusammenspiel mit dem Synopsys Virtualizer

Weitere HiL-Features

  • Schnittstellenimport von Modellgrößen und Steuergerätesignalen
  • Automatisierter Zugriff auf Messgrößen und Applikationsparameter
  • Fehlersimulation

Kundenspezifische HiL-Integrationen

HiL-Systeme sind häufig sehr problemangepasst und einzigartig. TPT kann auch einfach an sehr spezifische HiLs angebunden werden. PikeTec bietet hierfür Unterstützung an.

Testen im Fahrzeug (Driver-in-the-Loop)

TPT kann direkt für Fahrzeugtests genutzt werden. Es handelt sich dabei um Tests, bei denen TPT mit dem Fahrer in Form von Fahranweisungen und mit dem Fahrzeug über Signale und Parameter gleichzeitig kommuniziert. Dabei gemessene Daten stehen zur automatisierten Testauswertung zur Verfügung. Das Datenmanagement erfolgt dabei automatisch.


TPT kann Fahranweisungen während des Testlaufs senden und gleichzeitig mit dem Fahrzeug über Parameter und Signale kommunizieren

Testfortschritt verfolgen

Welcher Testschritt bei der Testdurchführung gerade aktiv ist, wird in den Schrittlisten farblich markiert.

Fahranweisungen

Die Kommunikation mit dem Fahrer erfolgt über akustische Nachrichten, Bildschirmdialoge oder das TPT-Dashboard.

Kommunikation mit dem Fahrzeug

TPT kann über Schnittstellen wie CAN, LIN oder auch Applikationswerkzeuge auf fahrzeuginterne Signale zugreifen.
Diese Schnittstellen können leicht über weitere sogenannte FUSION-Knoten erweitert werden.

CAN und LIN

Um TPT-Tests direkt über CAN- und LIN-Busse auszuführen wird eine Vector CAN-Card, ein CAN-Case
oder der PCAN-USB-Adapter von Peak als Hardwareanbindung benötigt.

Testfälle werden in Quasi-Echtzeit (PC-Echtzeit) ausgeführt. Signale in TPT werden auf CAN/LIN-Botschaften abgebildet und über die entsprechende Hardware an das Steuergerät übermittelt. Die Konfiguration der Botschaften erfolgt über entsprechende DBC- oder LDF-Files. Der Test erfolgt über die TPT-FUSION-Plattform. Co-Simulationen mit anderen FUSION-Nodes und Restbussimulationen sind möglich.


Integration mit ETAS INCA

TPT kann INCA fernsteuern. Es ist möglich, Applikationsparameter zu verstellen und Messungen zu initiieren. Neben skalaren Parametern sind auch strukturierte Applikationswerte wie Arrays, Maps und Curves möglich. Die Ergebnisse können am realen System beobachtet und später automatisiert ausgewertet werden.

Integration mit CANape

TPT kommuniziert mit CANape über Schnittstellen wie MCD-3. Zugriff auf Applikationsparameter und Online-Messungen während des Tests sind möglich. Die Daten können beobachtet werden und stehen zur automatischen Auswertung mit TPT zur Verfügung.

Integration mit CANoe

TPT kann Testfälle auch über CANoe ausführen. CANoe wird von TPT ferngesteuert.
Dabei kann TPT in wenigen Schritten in jede CANoe-Konfiguration als C-Bibliothek integriert werden.
Automatisierter Testzugriff auf CANoe-Signale und Systemvariablen ist möglich.

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