Modellierung von Testfällen

In TPT werden Tests grafisch mit hybriden Ablaufautomaten, Testschritten, synthetisierten Signalen und Messdaten beschrieben. Es kann hierarchisch, mit parallelen Abläufen sowie mit Entscheidungen und Funktionen modelliert werden.

Zustände des Automaten und der Transitionen können Varianten ihrer selbst enthalten. Diese Varianten bilden, analog zu Äquivalenzklassen, verschiedene Szenarien ab. Reaktives Verhalten von Tests ist möglich. Damit wird das Modellieren eigener Regler, zustandsbasierter Entscheidungen oder Transitionen unterstützt.


Grafische Testmodellierung mit Automaten

Bei der grafischen Testmodellierung werden sogenannte TPT-Automaten, d.h. erweiterte Diagramme von Zuständen und Übergängen, verwendet. Durch die TPT-Automaten wird in grafischer Form festgelegt, aus welchen Zuständen und Phasen Tests bestehen, wie lange sie andauern und unter welchen Bedingungen Zustandsänderungen eintreten sollen.

Die unterschiedlichen Kombinationen von Zustandsabfolgen, Varianten von Zuständen und Transitionsbedingungen beschreiben einzelne konkrete Testfälle. In TPT werden diese einzelnen Testfälle nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern in einem gemeinsamen Modell dargestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Testfällen klar herauszuarbeiten. Zudem erhält der Tester so einen genauen Überblick darüber,
welche Aspekte getestet wurden und welche außer Acht gelassen wurden.


  • TPT Testmodellierung: An einer Junction erfolgt während der Testausführung entsprechend der gesetzten Bedingungen (t>23, t==23, t<23) die Auswahl der Transition.
  • TPT Testmodellierung als paralleler Automat mit aktiven Pfaden in schwarz und inaktiven Pfaden in grau.
  • Testphasen modellieren mit TPT
  • Varianten von Zuständen und Transitionen werden in den Testfällen ausgewählt. So lassen sich effektiv und einfach viele Testfallvarianten erstellen.

Automaten in TPT [16 MB]
Was sind Testlets? [9,4 MB]

Testschritte

Mit Hilfe von Testschritten lassen sich Befehlssequenzen definieren. Testschritte werden in aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten oder parallel abgearbeitet. Es ist möglich Hierarchien sowie bedingte Anweisungen, Parallelität, reaktives Verhalten oder Schleifen mit Testschritten zu modellieren. Signaldefinitionen erfolgen durch einfache Wertezuweisungen, zeitabhängige synthetische Funktionen oder durch die Verwendung von in TPT importierten Messdaten.


  • Testschritte können zeitgleich ausgeführt werden. Dieses Feature entspricht den parallelen Automaten in der grafischen Testmodellierung.
  • Sie können direct definitions als einzeilige mathematische Formel in einer Testschrittliste anlegen oder Sie verwenden den komfortablen Direct Definition Function Wizard.
  • In der Testschrittliste lassen sich Parameterwerte anpassen, sowie einzelne oder alle geänderten Parameterwerte wieder auf den Default-Wert zurücksetzen.
  • Den Compare Step können Sie verwenden, um zu überprüfen, ob eine Bedingung erfüllt ist. Hier: wenn das Lichtschalter (light_switch) auf "an" steht, prüfe ob der Scheinwerfer (headlight) ebenfalls "an" ist.
  • Sie können einzelne Testschritte in Ihrer Testschrittliste deaktivieren, um sie von der Testausführung auszuschließen. Ebenso leicht lassen sie sich wieder aktivieren.
  • Sie können innerhalb der Testschrittliste Kommentare einfügen.
  • Das Verhalten von Signalen können Sie auch mittels If- und Else-Steps steuern. Hier: wenn "a" größer als 3.5, rampe den Kanal "foo" alle 2 Sekunden in Zweierschritten auf 6 hoch. Andernfalls rampe "bar" auf 5 hoch.
  • Die Dauer eines Zustandes können Sie an die Erfüllung einer Bedingung knüpfen (Wait...). Hier: warte bis die Länge des eingebetteten Signals erreicht ist, dann beende den Testschritt.
  • Mit While Steps können Sie Testschritte in-the-loop laufen lassen, d.h. mehrmals hintereinander ausführen.
  • Sie können While Steps innerhalb einer Testschrittliste ineinander verschachteln.
  • Einfacher Table step in einer Testschrittliste.

Verwendung von Messdaten

Messdaten können aus verschiedenen Datenformaten wie *.csv, *.dat, *.mat, *.mf4, *.mdf, *.tptbin oder *.xls
in TPT importiert werden, um sie in Testschritten einzubetten. Eine anschließende Bearbeitung ist möglich.
Alternativ können die Datensätze auch verlinkt werden.


  • Eine eingebettete Messdatei können Sie wie einen gewöhnlichen Testschritt verwenden. Eine Signalvorschau steht ebenfalls zur Verfügung.
  • Aus einer einzelnen Messdatei lassen sich in einem Schritt mehrere Signale (Kanäle und Parameter) in TPT einbetten.
  • Um den Verlauf eingebetteter Signale genauer zu betrachten, können Sie innerhalb der Signalvorschau die Zoomfunktion nutzen.

Testfallgenerierung aus Messdaten

Bei größeren Datenmengen unterstützt ein einfach konfigurierbarer Batch-Import.

Pro Messdatei wird automatisch ein entsprechender Testfall erzeugt. Die in der Messdatei enthaltenen Signale können ausgewählt und auf die in TPT bereits vorhandenen Signale gemappt werden. Sowohl Eingangssignale ins System zur Stimulation sowie Ausgangssignale zum Referenzdatenvergleich können importiert werden.


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